Fröhliche Blasmusik aus Lautenbach

Manchmal braucht es nicht viel mehr als ein paar alte Blechblasinstrumente und unbändige Begeisterung. Und schon entsteht eine wahre Erfolgsgeschichte. Die Lautenbacher Blaskapelle ist der beste Beweis dafür. 1985 wurde sie gegründet, mit ein paar auf Flohmärkten gekauften Instrumenten und mit einer Musizierlaune, die nach Feierabend ungebremst durchs Dorf schallte.

 

Die Stilrichtung war bald gefunden: Zirkusmusik sollte es sein. Und als ein Jahr später der Familienzirkus „Montana“ in Lautenbach gastierte, hatte die Blaskapelle ihren ersten Auftritt. Seither hat sich viel bewegt. Das Repertoire hat sich erweitert: mit klassischer Musik, fetzigem Swing oder ausgelassener Tanzmusik. Aber vor allem musizieren heute in der Lautenbacher Blaskapelle Menschen mit und ohne Hilfebedarf – ein großartiges Beispiel dafür, wie Integration gelingen kann.

Die Begeisterung der Musiker wirkt ansteckend und der Ruf der Blaskapelle ist weit über die Grenzen der Region hinaus legendär. Daran hat nicht zuletzt die Kulturstiftung der Deutschen Bank ihren Anteil: 2006 finanzierte und dokumentierte sie eine ganze Probenwoche an der Musikakademie Ochsenhausen. Das Ergebnis: eine DVD und ein noch größeres Interesse der Öffentlichkeit – eng verbunden mit zahlreichen Einladungen zu Konzerten und Festivals deutschlandweit und ins benachbarte Ausland.

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Kontakt:

Jean-Christophe Klockenbring
Vormittags und Abends:
07552 / 262 – 161
Nachmittags:
07552 / 262 – 205

Die Musiker der Lautenbacher Blaskapelle (25 Menschen mit und ohne Behinderung) bewegen sich in einem breiten Spektrum aus zeitgenössischer Musik und Freejazz – Klassik und alter Musik – bis hin zu Swing und Tanzmusik. Durch die eigenwillige Instrumentierung und die besondere Fähigkeit der Musiker, Atmosphären immer wieder neu im hier und jetzt zu greifen, entstehen Klangwelten die keinen Vergleich mit Alt-Bekanntem zulassen.
Gegründet wurde die Lautenbacher Blaskapelle 1985. Damals legten der Wunsch einer Lautenbacher Bewohnerin nach einer eigenen Blaskapelle, die Initiativkraft des Werkstattleiters und späteren Ensembleleiters Jean Christophe Klockenbring und ein paar Flohmarktinstrumente den Grundstein für eine lange Erfolgsgeschichte.
Diese Erfolgsgeschichte wird bis heute weitergeschrieben: Maßgebliche Bereicherung des Dorflebens und der regionalen Kulturszene, zahlreiche überregionale und internationale Auftritte, einzigartige Musikprojekte in Zusammenarbeit mit verschiedenen Musikern wie Dorle Ferber, „The Beez“, dem „neuen Zürcher Orchester“, dem Improvisationskünstler Roland Graeter u. a, – und über alle dem, beispielhaft gelungene Integration von Menschen mit Behinderung.
Seit 2011 arbeitet der Flötist und Komponist Jos Rinck (Orchester Akademie der Berliner Philharmoniker, Nordwestdeutsche Philharmonie, Frankfurter Kurorchester, Jos Rinck & die Tonkünstler) regelmäßig mit der Lautenbacher Blaskapelle. Eine schöne Bestätigung ihrer Arbeit erfuhren die Lautenbacher Blaskapelle und Jos Rinck als ihnen 2015 der Förderpreis InTakt 2015 der Miriamstiftung verliehen wurde. Die ehemalige Behindertenbeauftragte des Bundes Frau Bentele schrieb damals in ihrem Grusswort: „Das Ensemble beschreitet auf dem höchsttraditionellen Boden der Blasmusik eigene Wege. Ihre Ideen erarbeiten die Musiker in einer Kooperation mit dem professionellen Flötisten Jos Rinck beispielsweise mit dem Mittel der Improvisation. Auf diese Weise entstehen moderne Klangwelten und neue musikalische Ziele.“
Das aktuelle Programm der Kapelle mit Jos Rinck trägt den Titel „Herzschlag – Weltklang“, ein Programm, inspiriert durch verschiedene Kulturklänge der Welt. Von sehr still bis überschäumend, von Buxtehude über Eric Satie, Rock, Klangcollagen bis hin zu einer eindrücklichen Interpretation von „Amazing Grace“.