Über uns
Hier liegt etwas Besonderes in der Luft
„Die Atmosphäre tut mir gut“, „hier kommt die Welt zur Ruhe“, „was hier wächst hat Kraft“ – dies und vieles andere hören wir immer wieder von Besuchern. Lautenbach hat einfach eine ganz eigene Wirkung auf die Menschen. Dafür gibt es viele Gründe. Die herrliche Natur ist sicher einer davon. Ein anderer Grund ist dem Konzept von Lautenbach geschuldet:
In Lautenbach und an seinen Standorten leben über 200 Menschen mit Assistenzbedarf in rund 20 integrativen Hausgemeinschaften. Über 200 Mitarbeiter und ehrenamtliche Helfer unterstützen und begleiten sie in ihrem Alltag bei allen Herausforderungen des Lebens. Und nicht zuletzt darin, dass sie so frei und selbstbestimmt leben und arbeiten können, wie möglich. So mancher Lautenbacher kam als Jugendlicher in der Lern- und Lehrzeit, ist noch heute hier und wird es vermutlich noch lange bleiben. Denn Lautenbach ist vor allem ein sicheres Zuhause.
Aber noch etwas macht Lautenbach besonders: Hier lernt und profitiert jeder von jedem. Egal Bewohner oder Betreuer. Und diese Offenheit spürt man in Lautenbach: dieses „sich miteinander befassen“, diese Lebendigkeit und die Energie, die daraus entsteht. Denn die liegt hier tatsächlich sprichwörtlich in der Luft.
Unsere Dorfgemeinschaft strahlt Atmosphäre aus – allein schon durch die Lage inmitten der Bodensee-Natur. Durch die Architektur, in der jedes Haus seinen individuellen Charakter besitzt. Durch die Straßen, die Wege, die Plätze, die Bänke, die zum Verweilen einladen. Durch die Werkstätten in denen Kunstwille und schöpferische Ideen zusammenfließen. Durch die Demeter-Landwirtschaft, in der nach Demeter-Richtlinien produziert unsere gesunden Ernten heranreifen.
Die Menschen begegnen sich hier in ihrer Individualität. Das Freizeitangebot ist reich – von Yoga über Disco und Theater bis zum Fußballclub. Ebenso die vielfältigen Kulturaktivitäten. Und was wäre Lautenbach ohne unsere Blaskapelle?
Mensch sein in Lautenbach heißt:
- Freude und Vielfalt genießen
- Gemeinsames Tun erleben
- Sinnvolle Arbeit erfahren
- Miteinander lachen und feiern
- Die Natur immer wieder von Neuem zu entdecken
- Sich frei und selbstbestimmt zu entwickeln
Das Wichtigste vorweg: die Lebensfreude ist Bestandteil unserer Arbeit und unseres Zusammenlebens. Jedenfalls haben wir Lautenbacher das so für uns definiert. Die Umsetzung gelingt meist wunderbar; zumindest sind wir immer auf dem Weg mit diesem schönen Ziel vor Augen. Dieses klare Bekenntnis zur Lebensfreude – und damit auch zur Lebensqualität – ist das eine. Das andere ist ein fein ausgestatteter Werkzeugkoffer, randvoll mit Idealen und Werten, die uns in unserem Handeln unterstützen.
Dazu gehören:
- unsere anthroposophischen Werte
- der Wunsch nach einem Leben in Geborgenheit, Anerkennung und Wertschätzung
- der Austausch und die Vernetzung mit anderen Menschen
- die Pflege der Natur und der Lebenskräfte
Dies ist natürlich nur ein sehr kleiner Ausschnitt. Hier geht’s zu unserem vollständigen Leitbild.
Raphael Kronwald
Vorstand Personal, Sprecher des Vorstands
07552–262 266
r.kronwald@lautenbach-ev.de
Dagmar Fröder-Weiß
Vorständin Sozialtherapie
07552–262 244
d.froeder-weiss@lautenbach-ev.de
Mario Scherzinger
Vorstand Finanzen
07552–262 250
m.scherzinger@lautenbach-ev.de
Florian Irion
Geschäftsführer Lautenbacher Gemeinschaften
07552–262 243
f.irion@lautenbach-ev.de
Teorina Schmidtgal
Sekretariat
07552–262 245
t.schmidtgal@lautenbach-ev.de
Miriam Straub
Sekretariat
Telefon: 07552–262 245
E‑Mail: m.straub@lautenbach-ev.de
Wege zur Qualität (WZQ)
Damit wir in Lautenbach eine hohe Qualität unserer Arbeitsabläufe sicherstellen können, setzt Lautenbach ein Qualitätsmanagement nach dem Verfahren „Wege zur Qualität“ (kurz: WzQ) der gleichnamigen Stiftung ein. „Wege zur Qualität“ fördert vor allem die Eigenverantwortung bei den Mitarbeitenden und unterstützt die kreative Gestaltung von Beziehungsdienstleistungen. Das ist besonders wichtig, weil jeder Mensch ganz unterschiedliche Bedürfnisse und Eigenschaften hat. Und somit auch eine ganz individuelle, lebendige Beziehung zu seinen Mitmenschen.
Damit wir uns stetig weiterentwickeln und reflektieren können, lässt sich Lautenbach jährlich durch die Confidentia (Gesellschaft zur Förderung institutioneller Eigenverantwortung) auditieren.
Kontakt
Fabian Thönes
Fachstelle für Qualitätsentwicklung
Telefon: 07552–262 132
E‑Mail: f.thoenes@lautenbach-ev.de
AZAV
Die Lebens- und Arbeitsgemeinschaft Lautenbach ist zertifiziert nach AZAV, das ist die „Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung“. Dadurch ist der Verein zugelassener Träger der Arbeitsförderung nach §178 SGB III und §2 AZAV.
Lautenbach wird jährlich durch TQCert auf Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit überprüft. Dabei weist Lautenbach nach, dass die Eingliederung der Teilnehmer in den Arbeitsmarkt unterstützt wird durch qualifiziertes Personal, geeignete Räumlichkeiten und Arbeitsmittel im Berufsbildungsbereich (kurz: BBB).
Durch die Zertifizierung AZAV-Zertifikat_2023-2028 darf Lautenbach die Maßnahme „Eingangsverfahren / Berufsbildungsbereich“ (kurz: EV / BBB) anbieten. Diese Maßnahme zur Teilhabe von Menschen mit Assistenzbedarf am Arbeitsleben wird von der Agentur für Arbeit gefördert.
Kontakt
Katharina Schur
Berufsbildungsbereich
Telefon: 07552–262 242
E‑Mail: berufsbildung@lautenbach-ev.de
Die Lautenbacher Vertrauensstelle für Übergriffe und Gewaltprävention ist aus unserer Bemühung entstanden, achtsam und wach mit Haltungen, persönlichem Befinden und dem Schutz der Persönlichkeitsrechte in der Lebens- und Arbeitsgemeinschaft Lautenbach umzugehen. Das Ziel ist, damit Grenzverletzungen und Übergriffe zu verhindern.
Im Mittelpunkt der Bemühungen steht der Schutz der von uns begleiteten Jugendlichen und Erwachsenen vor sexueller, körperlicher, verbaler und psychischer Gewalt. Diese liegt vor, wenn Menschen gezielt oder fahrlässig physisch oder psychisch verletzt oder geschädigt werden. Auch die Mitarbeitenden sollen vor Gewalt geschützt werden, indem sie etwa die notwendige Unterstützung bekommen, mit gewalttätigen Verhalten kompetent umgehen zu können.
Das Ziel unserer Arbeit ist es, Situationen und Umstände zu erkennen, in denen Gewalt entstehen kann. Durch Aufmerksamkeit und präventive Maßnahmen bearbeiten wir diese Situationen so, dass Gewalt verhindert wird. Gewaltvorkommnisse klären und reflektieren wir mit den Beteiligten, um so für die Zukunft eine Wiederholung zu verhindern und das Thema Gewalt generell sichtbar zu machen.
Wir stärken Selbstbestimmung und Selbstwirksamkeit einer jeden Klientin und eines jeden Klienten im Rahmen der individuellen Möglichkeiten. Jeder Mensch soll dadurch individuell vor Gewalt geschützt werden.
Kontakt
Sabine Heijungs
Vertrauensstelle und Assistentin Werkstattrat
Telefon: 07552–262 143
E‑Mail: dg-vst@lautenbach-ev.de
Der Angehörigenbeirat dient als Bindeglied zwischen dem Lebens- und Arbeitsgemeinschaft Lautenbach e.V. und den Angehörigen. Er ist der erste Ansprechpartner für alle Belange und Vorschläge der Angehörigen.
Zu unseren Aufgaben gehört in erster Linie, die Kommunikation zwischen Lautenbach und den Angehörigen bzw. Betreuern zu verbessern.
Wir übermitteln den Verantwortlichen in Lautenbach Hinweise über Probleme und Klagen, die uns zu Ohren kommen, anonym. Gemeinsam überlegen wir, wie man Besserung herbeiführen kann.
Neuigkeiten und Wissenswertes werden über unser Angehörigen-Netzwerk (Mailverteiler) kommuniziert. Um sich hierfür registrieren zu lassen genügt eine E‑Mail an einen Vertreter des Beirats.
Kontakt Mitglieder
Vorsitzende:
Ronka Hinz
E‑Mail: ronka.hinz@gmx.de
Vertretung:
Petra Buchholz
Telefon: 0174–982 01 80
E‑Mail: petra.buchholz1964@gmail.com
Vertretung:
Sibylle Berg
E‑Mail: sibylleberg@t‑online.de
Vertretung:
Horst Schwarzer
E‑Mail: schwarzer.althengstett@freenet.de
Kontakt Angehörigen-Stammtische:
Calw / Althengstett:
Horst Schwarzer | schwarzer.althengstett@freenet.de
Freiburg:
Tanina Maurer | t.maurer68@gmx.de
Rottweil:
Sibylle Berg | sibylleberg@t‑online.de
Salem:
Wolfgang Döhner | w.doehner@t‑online.de
Stuttgart:
Doris Liebing | doris_liebing@outlook.de
Stiftung Lautenbach
Die Stiftung Lautenbach besteht seit Juli 2008. Das Regierungspräsidium Tübingen hat zu diesem Zeitpunkt die Stiftung Lautenbach anerkannt. Der Nachlass des Ehepaares Frieda und Heinz Kühn bildete den Grundstock der Stiftung.
Mehr unter:
www.stiftung-lautenbach.de
Freundeskreis Lautenbach
1971 begann ein kleiner Kreis anthroposophischer Heilpädagogen und Sozialtherapeuten die Vision von Leben, Lernen und Arbeiten unter einem Dach zu verwirklichen. Gleichzeitig versammelten sich Angehörige und Freunde, um dieses Unternehmen unterstützend zu begleiten.
Mehr unter:
www.freundeskreis-lautenbach.de
Ein echtes Erfolgskonzept
Aber von Vorne: Als der Waldorflehrer und Sozialtherapeut Hans Dackweiler gemeinsam mit seiner Frau Marga und seinem fünfköpfigen Team vor über 50 Jahren die integrative Lebens- und Arbeitsgemeinschaft Lautenbach gegründet hat, wollte er eine Lücke schließen in der Betreuung und Vorbereitung von jungen Menschen mit Assistenzbedarf auf die Arbeitswelt. Was er damals schuf, war ein komplett neues Konzept.
Denn damals endete die Schulpflicht für Jugendliche mit 16 Jahren. Die Aufnahme in die beschützenden Einrichtungen war aber erst ab 18 Jahren möglich. Für Dackweiler, der bis dahin in der Dorfgemeinschaft Lehenhof wirkte, ein unhaltbarer Zustand. Ein Konzept für die Betreuung hatte er schon lange ausgearbeitet.
Fehlte nur noch ein geeigneter Standort. In Großschönach wurde er fündig. Im Winter 1970 wurde der heutige Brunnenhof umgebaut, die ersten Jugendlichen zogen ein, die Schule und die ersten Werkstätten nahmen ihren Betrieb auf. Die Dorfgemeinschaft Lautenbach war gegründet.
Schnell erwies sich das integrative Konzept des gemeinsamen Wohnens, Lebens und Arbeitens von Menschen mit und ohne Assistenzbedarf als Erfolgsmodell. In den folgenden Jahren wurden neue Häuser gebaut und weitere Werkstätten in Betrieb genommen. Und auch heute noch wächst und entwickelt sich Lautenbach stetig weiter. Nicht nur vor Ort, sondern an allen seinen Standorten. Und mit allen Menschen, die Lautenbach verbunden sind.